“Günthersburghöfe werden ein großes Thema auf dem Grünen Parteitag”

In einem Interview in der FAZ , in dem es um den die Kommunalwahl vorbereitenden Parteitag der Frankfurter Grünen geht, äußern sich die die beiden Sprecher Bastian Bergerhoff und Beatrix Baumann auch zu den Günthersburghöfen (sprich Grüne Lunge):

“Bei Umfragen zeigt sich, die Frankfurter beschäftigt das Wohnen an erster Stelle.
Baumann: Wir stellen das Wohnungsthema fast gleich mit dem des Klimas. Das ist bei uns ein gemeinsamer Programmpunkt. Die Zielkonflikte, die wir in Frankfurt um Klimaschutz und Wohnen haben, zeigen sich derzeit in der Diskussion um die geplanten Günthersburghöfe im Nordend. Wir wollen viel mehr Grün und weniger Flächen versiegeln. Und zugleich wollen wir Wohnungen bauen, vor allem für Menschen mit geringem Einkommen. Diese Diskussion versuchen wir zusammen zu denken. Das ist neu.

Das heißt was für die Günthersburghöfe?
Baumann: Das wird ein großes Thema bei unserem Parteitag werden. Der Vorstand will, dass sie vernünftig gebaut werden. Wir wollen noch einmal eine Bürgerbeteiligung, wir wollen, dass die nötigen Gutachten gemacht werden. Es darf dort im Sommer nachts nicht zu heiß werden. Grundsätzlich wollen wir aber, dass gebaut wird, wir brauchen unbedingt bezahlbare Wohnungen. Da wollen wir als Grüne auch Haltung zeigen.
Bergerhoff: Wir müssen anders bauen als bisher, es muss klimaverträglich sein. Wir brauchen aber Neubauten in Frankfurt, ohne Neubau wird das Wohnungsproblem nicht zu lösen sein.
(Auszug aus einem FAZ Interview, Rhein Main Teil vom 30.10.2020)

FR Artikel zu Günthersburghöfen

Am 26.10.2020 fand, wie unten bereits angekündigt, auf Antrag der Linken im Planungsausschuss eine Diskussion zu den ‘Günthersburghöfen’ statt. Über die Positionen von Manfred Zieran, Katharina Bornscheuer (beide in der BI) und auf der anderen Seite Mike Josef berichtet die Rundschau: Click

Vor den wichtigen Kommunalwahlen:bewegt sich die Politik, bewegen sich die Grünen ?

Nachdem die Anliegen der BI anfangs nur von eher kleinen Parteien wie Ökolinx unterstützt wurden hat sich dies in der letzten Zeit geändert: über die Position der Linken haben wir hier geschrieben (s.u.) und auch an der Basis der Grünen rumorte es: man hat keine Lust am Wahlstand begründen zu müssen, warum der Klimawandel in Frankfurt am Besten mit dem Abholzen von ein paar Tausend Bäumen und dem Zubetonieren einer Frischluftschneise angegangen werden sollte.
Die Bau AG der Frankfurter Grünen hat sich vor kurzem mit uns zusammen noch einmal das Gelände sehr intensiv angeschaut und Frau Heilig wird mit einer vorsichtigen Distanzierung vom Projekt aus der Umweltausschussitzung zitiert (FNP 23.10).


Vor diesem Hintergrund ruft ein breites Bündnis Frankfurter Umweltgruppen zu einer Kundgebung vor der Kreismitgliederversammlung der Grünen am 31.10 (Halloween) in Zeilsheim auf:

Aktualisierung am 26.10: Da Coronabedingt der Parteitag offiziell nur virtuell stattfinden soll, ist auch die Kundgebung abgesagt.


Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert ‘Grüne Lungen in den Kommunen erhalten’

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) vertritt als kommunaler Spitzenverband in Deutschland und Europa die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung kreisangehöriger Gemeinden. (Wikipedia).

Er fordert in einem neuen Positionspapier Massnahmen um die Städte und Gemeinden auf den Klimawandel vorzubereiten. Schon auf Seite 1 heisst es ‘Grüne Lungen in den Kommunen erhalten’. Und dann auf Seite 4: “Trotz des häufig bestehenden Interessenkonflikts einer notwendigen Nachverdichtung im Innenbereich, etwa zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum in Ballungsgebieten, sollten durch eine vorausschauende Stadtentwicklungsplanung stadtklimatisch wichtige Frischluftschneisen von Bebauung freigehalten oder auch Brachflächen zu Grünflächen entwickelt und für eine solche Funktion gesichert werden.” 

Das ganze Positionspapier: Click