Filmabend Grüne Lunge am 28.11

Filmabend Grüne Lunge, Donnerstag, den 28. November, um 20.00 Uhr mit Filmgespräch,Cronberger Gartenlokal, Dortlweilerstraße 120, 60389 Frankfurt am Main

Seit vier Jahren wird um eine der letzten Oasen im Frankfurter Nordend gerungen. Unter mächtigen Bäumen verbinden verschlungene Pfade grüne Höhlen. Bienen, Schmetterlinge und Spechte kreisen um Salbei, Orchideen oder Eichen. Kinder spielen, Freunde feiern, Abgespannte finden Erholung. Seit über einhundert Jahren wird das Land zwischen den Friedhöfen bebaut, gepflegt, gestaltet. Unzählige Tier- und Pflanzenarten haben in der grünen Lunge ihre Heimat. Findige Stadtplaner*innen haben es als Bauland auserkoren und wollen es zu einer Vorzeigesiedlung machen. Zeitgemäß elegante Namensgebungen sollen darüber hinwegtäuschen, dass hier vor allem eines geplant ist: Die Zerstörung eines gewachsenen Stückes Natur in Mitten der Stadt in Zeiten des Klimawandels.

Frankfurter Filmemacher*innen haben die letzten Jahre des Protestes zwischen Planungsamt und Fridays für Future begleitet. Thematisiert werden die Aktionen, Demonstrationen, die neuen Iniativen und Perspektiven. Die entstandenen Kurzfilme werden gezeigt und laden ein zur Diskussion.

Bebauungsplan Gärtnerei Friedrich im OBR 3 am 5.12.

Der “Bebauungsplanentwurf Nr. 858 – Wohnen am nördlichen Günthersburgpark – Gärtnerei Friedrich” ist der Start des geplanten Ernst May Viertels – die Bebauung der Grünen Lunge soll nach den Planungen der Stadt ein weiterer Teil dieses Viertels werden (als “Günthersburghöfe” oder früher “Innovationsquartier”) .
Der Entwurf des Bebauungsplans wird am 5.12.19 im Ortsbeirat 3 (Nordend) vom Planungsamt vorgestellt.
Näheres wird unter dem Informationssystem Parlis bei der Stadt Frankfurt demnächst zu erfahren sein.

Ein Spaziergang durch das geplante, sogenannte „Ernst-May-Viertel“ zwischen Bornheim und Seckbach am 22.9

Am 22. September 2019 um 14.30 Uhr, Treffpunkt Seckbacher Landstraße (Haltestelle der U4)

Ziel des Spaziergangs ist es, die bisher geplanten Bauvorhaben des sogenannten Ernst-May-Viertels zu erwandern, um einen unmittelbaren Eindruck von der Dimension und den Auswirkungen der Pläne zu erfahren. Unterwegs werden Informationen zu den Vorläufern und Grundlagen dieser Planungen und zu den Auswirkungen auf die umliegenden Grünanlagen, die Stadtteile und ihre Bürger gegeben.

Der Spaziergang berührt am Anfang die Baugebiete „An den Röthen“, „Katharinencampus“, „Südlich Seckbacher Landstraße“ und „Nördlich Friedrich-Ebert-Schule“. Hier werden wir u.a. über die Verdichtung im Bereich Bornheim-Seckbach, die Auswirkungen auf Verkehr und Lebensqualität, sowie die Eingriffe in Gärten und Stadtgrün berichten.

Der Spaziergang führt weiter in den Huth-Park zur „Bergstation“. Dort werden wir über das Gartenstadtkonzept Ernst Mays aber auch über die Konsequenzen seines Siedlungsbaus z.B. für die Nidda-Aue informieren. In diesem Zusammenhang stellen wir auch über das Strahlen- und Grüngürtelkonzept vor, dass Professor Till Behrens für Frankfurt entwickelt hat. Hat das Café Bergstation geöffnet, könnte man dort eine kleine Pause einlegen.

Über das geplante Baugebiet „Erweiterung Festeburgsiedlung“ gelangen wir zur A661 mit dem Baugebiet „Friedberger Landstraße/Östlich Bodenweg“. Hier werden wir Fragen der Frischluftzufuhr, Verkehrsprobleme entlang der A661 und der Friedberger Landstraße sowie des geplanten Deckels erörtern. (Wer möchte, kann hier bereits die öffentlichen Verkehrsmittel zu seiner Rückfahrt nutzen.)

Auf dem Weg zum Günthersburgpark (mögliche Schlusseinkehr im Park-Café) könnte man noch die Ersatzmaßnahmen am oberen Günthersburgpark, den Nutzungsdruck auf den Park und Hitzeprobleme der Straßen- und Parkbegrünung diskutieren.


Dauer ca. 2,5 Stunden

Kontakt per E-Mail unter info@gruene-lunge-am-guenthersburgpark.de



Exkursion zum Wassergewinnungsgebiet Hungen am 14.9

Der trockene Sommer 2018 zeigte ein ökologisches Dilemma auf: Während im Vogelsberg die Bäche trocken fielen und Flora und Fauna in Mitleidenschaft gezogen wurden, sah sich die Stadt Frankfurt genötigt, ihre Straßenbäume mit Trinkwasser (auch aus dem Vogelsberg) zu wässern. Wir wollen uns vor Ort durch die Schutzgemeinschaft Vogelsberg über die Probleme informieren lassen. Unter sachkundiger Führung besuchen wir das Gewinnungsgebiet Hungen – Inheiden, das größte Fördergebiet der OVAG mit erfolgreicher Umsetzung der umweltschonenden Grundwassergewinnung und Regeneration der Feuchtgebiete, die durch die Wasserentnahme geschädigt wurden. Eine Kaffeepause im Alten Bahnhof Trais-Horloff mit dem Nabu ist vorgesehen. Danach schauen wir uns die in der Nähe liegenden Biotope Mairied und Gänsweid an.