Presseerklärung der BI : Baumkartierung im Gebiet der geplanten Günthersburghöfe duch die BI

Sehr geehrte Damen und Herren,
…ein Baum ist ein Baum ist ein Baum…

Eine immer wieder vorgebrachte Behauptung des Planungsdezernenten Mike Josef und der Befürworter der Bebauung der Günthersburghöfe ist, dass es im Gebiet nur 38 erhaltenswerte Bäume gäbe, von denen nur 6 gefällt werden müssten (z.B. Journal Frankfurt 6.12.2019). So bewerben Instone und ABG als Bauherren in ihrem Flyer “Nordend für Alle” ihre geplanten Wohnungen damit, dass der alte Baumbestand zu über 80 % erhalten bleibt. Ob die 32 Bäume und der Rest der angedachten „Gartenwildnis“ die direkte Nachbarschaft einer jahrelangen Großbaustelle (Bau von 1500 Wohnungen und 2 Schulen) überleben würden, sei mal dahingestellt.

Was ist ein erhaltenswerter Baum? Die Baumschutzsatzung der Stadt Frankfurt definiert für Privatgärten erhaltenswerte Bäume nach ihrem Stammumfang: ab 60 cm für Laubbäume und ab 90 cm für Nadelbäume. Geschützt sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter bestimmten Bedingungen auch Streuobstbestände, alte Obstbäume, Totholz, Hecken undHabitatbäume.

Um den Wahrheitsgehalt der obigen Behauptungen zu überprüfen, hat die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge (BIEGL) im Herbst letzten Jahres eine umfangreiche Baumkartierung in dem Gelände durchgeführt. Die BI hatte eine solche Kartierung seit Jahren vergeblich von der Stadt eingefordert.

Im Ergebnis haben wir fast 1000 Bäume in dem Gelände erfasst, die nach der Baumschutzsatzung in Privatgärten erhalten werden müssten, davon 300 große Bäume mit mehr als 100 cm Umfang. Zusätzlich gibt es über 200 der für Tiere und Insekten besonders wichtigen Totholz-, Höhlen- oder Habitatbäume. Eine ganze Reihe von Obstbäumen seltener alter Sorten bildet darüber hinaus ein weiteres ökologisches Plus des Baumbestandes.

Zusammenfassend gesagt, erweisen sich die eingangs zitierten Behauptungen von Planungsdezernat und den Bauherren als vollkommen haltlos. Sind sich die Planer dem ökologischen Teil ihrer Argumente so unsicher, dass sie glauben, augenfällige Tatsachen ignorieren zu müssen?

Das Ergebnis unser Kartierung in 4 Karten:

Click

Die Investoren geben Gas – was ist von den Argumenten zu halten ?

ABG und Instone nehmen noch mal richtig Geld in die Hand und haben zur Beeinflussung der Wahl eine aufwendige Marketingkampagne gestartet.
Man hat eine hochprofessionelle Webseite erstellt: Click und ungefähr 50.000 Frankfurter Bürger finden jetzt dieselbe Botschaft als gut gemachten Flyer in ihren Briefkästen : Click

Wie so oft beim Marketing kann die Qualität der Argumente leider in keinster Weise mit dem hochprofessionellen Vorgehen mithalten.

Mit den Argumenten der Investoren haben wir uns in unserem aktuellen Newsletter auseinandergesetzt: Click

Dass wir marketingtechnisch wahrscheinlich noch ganz andere Dinge zu erwarten haben, zeigt die Bewerbung des Instone (früher Formart) Projektes Therese in München: Click

Die BI bekommt den Frankfurter Umweltpreis für 2020

Die Carl & Irene Scherrer Stiftung verleiht den „Frankfurter Umweltpreis“ für das Jahr 2020 an die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e. V.

Dieser Preis bedeutet eine große Anerkennung unserer inzwischen langjährigen Arbeit und unserer Ziele. Insbesondere ist der Preis eine Anerkennung für das enorme, kontinuierliche Engagement der vielen aktiven Mitglieder, ohne die die Bürgerinitiative weder die Präsenz in der Kommune noch in den Medien, nicht die Vernetzung mit anderen Organisationen und erst recht nicht die sehr vielen Aktionen hätte leisten können. Der Preis wird seit 20 Jahren vergeben. Zu den Vorgängern unter den Preisträgern gehören namhafte, im Umweltschutz tätige Personen und Gruppen im Frankfurter Raum. Unser direkter Vorgänger ist die Deutsche Umwelthilfe e.V. Der Preis ist mit 2000 € dotiert.

Die virtuelle Preisverleihung findet am 19.2.2021 um 17.00 statt.
Der Laudator ist Thomas Schlimme.

Eingangsdaten:
Link: Click
Meeting ID: 929 3064 3717
Kenncode: 006706
Man wird aufgefordert die ZOOM Software zu installieren

Podiumsdiskussion über die Zukunft der Günthersburghöfe / Grüne Lunge mit illustren Teilnehmern

Bei der Podiumsdiskussion ” Stadt der Zukunft – Grüne Lunge als Chance”,Montag der 22.2 von 19:00 bis 21:00 Uhr,   kommen im Vorfeld zur Kommunalwahl Vertreter/innen der Zivilgesellschaft mit Vertretern/innen von Parteien ins Gespräch. Sie suchen gemeinsam nach einer Antwort auf die Frage, wie soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung am Beispiel der Grünen Lunge Hand in Hand gehen können. Veranstalter sind Das Haus am Dom und das AKUT Bündnis.

Auf dem Podium:
Mike Josef – Planungsdezernent, Spitzenkandidat Kommunalwahl (SPD)
Martina Feldmayer – MdL, Spitzenkandidatin Kommunalwahl
(Bündnis 90/Die Grünen)
Alexis J. Passadakis – Politologe, Kandidat Kommunalwahl (Die Linke)
Peter Beckmann – Vertreter der BI Grüne Lunge
Mira Lauth – Vertreterin der Kampagne Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!
Moderation: Leon Joskowitz – u.a. Moderator des Philosophischen Salons der Jüdischen Gemeinde Frankfurt a.M.

Die Teilnahme im Saalpublikum ist nur mit Voranmeldung per Email an akut2020@gmx.de möglich. Sie erhalten anschließend eine kurze Bestätigung. Aus Gründen des Infektionsschutzes kann es sein, dass die Veranstaltung ohne Saalpublikum stattfinden muss. Für die
aktuellen Informationen gehen Sie auf die Website des Hauses am Dom: www.hausamdom-frankfurt.de.

Bei Fragen zur Teilnahme und Voranmeldung senden Sie bitte eine Email an akut2020@gmx.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hier gehts zum Live-Stream: CLICK




Mike Josef gibt noch mal Alles…

In Frankfurt sind laut Mike Josef Quartiere mit 16 500 Wohnungen in Bau oder baureif. Was die ‘Günthersburghöfe’ betrifft, versucht der Planungsdezernent im letzten Augenblick (genau wie sein Vorgänger Cunitz 2016 den Aufstellungsbeschluss) die Offenlegung des Bebauungsplanes noch durch den Magistrat zu peitschen: Click
Die ‘Günthersburghöfe’ werden ja von Josef vor allem wegen ihres angeblichen  ökologischen Charakters beworben. Wenn ihm Ökologie so wichtig ist, warum hat er dann  ökologische Gesichtspunkte in den anderen Bauvorhaben so wenig vorangetrieben?

Hierzu ein Kommentar von Peter Beckmann:
Wahlkampf statt Sacharbeit. Der SPD Vorsitzende Josef stellt die Günthersburghöfe im Magistrat zur Abstimmung. Natürlich weiß er genau, dass es innerhalb der Regierungskoalition keine Mehrheit für das Projekt gibt. Wahlkampf pur, anstatt sich um die Pandemie und die bitteren Folgen für die Frankfurter Bürger zu kümmern, stellt Mike Josef (SPD) lieber sich selbst in den Mittelpunkt.Alle fragen sich warum er das tut. Will er die Koalition in letzter Minute sprengen? Wie will er nach der Wahl mit anderen Parteien noch zusammenarbeiten? Diese Römer-SPD ist nicht regierungsfähig. Hr. Josef gilt als kommender Mann in der Hessen SPD. Er wird bestimmt nicht die Oppositionsbank in Frankfurt besetzten, ein Amt in Wiesbaden oder Berlin ist da schon attraktiver. Zurück bleibt eine isolierte Frankfurter SPD die lange brauchen wird um sich von dieser katastrophalen Regierungsperiode zu erholen. Anstatt der geplanten Betonwüste Günthersburghöfe im Nordend wird Hr. Josef verbrannte Erde für die Frankfurter SPD hinterlassen.