Archiv für den Autor: Uwe Roemisch

Die BI bekommt den Frankfurter Umweltpreis für 2020

Die Carl & Irene Scherrer Stiftung verleiht den „Frankfurter Umweltpreis“ für das Jahr 2020 an die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e. V.

Dieser Preis bedeutet eine große Anerkennung unserer inzwischen langjährigen Arbeit und unserer Ziele. Insbesondere ist der Preis eine Anerkennung für das enorme, kontinuierliche Engagement der vielen aktiven Mitglieder, ohne die die Bürgerinitiative weder die Präsenz in der Kommune noch in den Medien, nicht die Vernetzung mit anderen Organisationen und erst recht nicht die sehr vielen Aktionen hätte leisten können. Der Preis wird seit 20 Jahren vergeben. Zu den Vorgängern unter den Preisträgern gehören namhafte, im Umweltschutz tätige Personen und Gruppen im Frankfurter Raum. Unser direkter Vorgänger ist die Deutsche Umwelthilfe e.V. Der Preis ist mit 2000 € dotiert.

Die virtuelle Preisverleihung findet am 19.2.2021 um 17.00 statt.
Der Laudator ist Thomas Schlimme.

Eingangsdaten:
Link: Click
Meeting ID: 929 3064 3717
Kenncode: 006706
Man wird aufgefordert die ZOOM Software zu installieren

Podiumsdiskussion über die Zukunft der Günthersburghöfe / Grüne Lunge mit illustren Teilnehmern

Bei der Podiumsdiskussion ” Stadt der Zukunft – Grüne Lunge als Chance”,Montag der 22.2 von 19:00 bis 21:00 Uhr,   kommen im Vorfeld zur Kommunalwahl Vertreter/innen der Zivilgesellschaft mit Vertretern/innen von Parteien ins Gespräch. Sie suchen gemeinsam nach einer Antwort auf die Frage, wie soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung am Beispiel der Grünen Lunge Hand in Hand gehen können. Veranstalter sind Das Haus am Dom und das AKUT Bündnis.

Auf dem Podium:
Mike Josef – Planungsdezernent, Spitzenkandidat Kommunalwahl (SPD)
Martina Feldmayer – MdL, Spitzenkandidatin Kommunalwahl
(Bündnis 90/Die Grünen)
Alexis J. Passadakis – Politologe, Kandidat Kommunalwahl (Die Linke)
Peter Beckmann – Vertreter der BI Grüne Lunge
Mira Lauth – Vertreterin der Kampagne Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!
Moderation: Leon Joskowitz – u.a. Moderator des Philosophischen Salons der Jüdischen Gemeinde Frankfurt a.M.

Die Teilnahme im Saalpublikum ist nur mit Voranmeldung per Email an akut2020@gmx.de möglich. Sie erhalten anschließend eine kurze Bestätigung. Aus Gründen des Infektionsschutzes kann es sein, dass die Veranstaltung ohne Saalpublikum stattfinden muss. Für die
aktuellen Informationen gehen Sie auf die Website des Hauses am Dom: www.hausamdom-frankfurt.de.

Bei Fragen zur Teilnahme und Voranmeldung senden Sie bitte eine Email an akut2020@gmx.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hier gehts zum Live-Stream: CLICK




Mike Josef gibt noch mal Alles…

In Frankfurt sind laut Mike Josef Quartiere mit 16 500 Wohnungen in Bau oder baureif. Was die ‘Günthersburghöfe’ betrifft, versucht der Planungsdezernent im letzten Augenblick (genau wie sein Vorgänger Cunitz 2016 den Aufstellungsbeschluss) die Offenlegung des Bebauungsplanes noch durch den Magistrat zu peitschen: Click
Die ‘Günthersburghöfe’ werden ja von Josef vor allem wegen ihres angeblichen  ökologischen Charakters beworben. Wenn ihm Ökologie so wichtig ist, warum hat er dann  ökologische Gesichtspunkte in den anderen Bauvorhaben so wenig vorangetrieben?

Hierzu ein Kommentar von Peter Beckmann:
Wahlkampf statt Sacharbeit. Der SPD Vorsitzende Josef stellt die Günthersburghöfe im Magistrat zur Abstimmung. Natürlich weiß er genau, dass es innerhalb der Regierungskoalition keine Mehrheit für das Projekt gibt. Wahlkampf pur, anstatt sich um die Pandemie und die bitteren Folgen für die Frankfurter Bürger zu kümmern, stellt Mike Josef (SPD) lieber sich selbst in den Mittelpunkt.Alle fragen sich warum er das tut. Will er die Koalition in letzter Minute sprengen? Wie will er nach der Wahl mit anderen Parteien noch zusammenarbeiten? Diese Römer-SPD ist nicht regierungsfähig. Hr. Josef gilt als kommender Mann in der Hessen SPD. Er wird bestimmt nicht die Oppositionsbank in Frankfurt besetzten, ein Amt in Wiesbaden oder Berlin ist da schon attraktiver. Zurück bleibt eine isolierte Frankfurter SPD die lange brauchen wird um sich von dieser katastrophalen Regierungsperiode zu erholen. Anstatt der geplanten Betonwüste Günthersburghöfe im Nordend wird Hr. Josef verbrannte Erde für die Frankfurter SPD hinterlassen.

Ein Brief von Folkhart Funk zum Jahresende

Liebe Mitglieder, Aktive und Freunde,
Ein außergewöhnliches Jahr 2020 liegt nun fast hinter uns. Die Corona-Pandemie hat jeden persönlich getroffen, aber auch viele Vereine in Bedrängnis gebracht und sie mindestens gezwungen, neue Wege zu gehen.
Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat so auch der Vorstand der Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e.V. beschlossen, die Jahresmitgliederversammlung am 21. November 2020 virtuell abzuhalten. Die Einladung und den Jahresrückblick haben alle Mitglieder elektronisch oder postalisch erhalten.
Da der Nikolausmarkt der Vereine und unser geplanter Glühweinabend in den Gärten in diesem Jahr ausfallen, will der Vorstand auf diesem Wege noch einmal kurz die wesentlichen Erfolge der Bürgerinitiative darstellen und eine Anfangsperspektive auf 2021 geben.
Ein wichtiges Ziel haben wir mit der Zuerkennung der Gemeinnützigkeit erreicht, auf die wir lange hingearbeitet haben. Sie wird das Profil der Bürgerinitiative schärfen und verbreitern und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, vor allem dem BUND und IDUR, stärken. Wichtig ist auch, dass wir zukünftig steuerlich absetzbare Spenden sammeln können.
Ein weiterer wichtiger Schritt war, dass die Basis der Grünen Partei sich bei der Diskussion des Parteiprogramms für den Erhalt des grünen Kerngebietes der “Günthersburghöfe” ausgesprochen hat. Auch wenn die Entscheidung sicherlich mit auf die veränderten klimatischen Bedingungen und ihre ökologischen Folgen besonders in den Wäldern zurückgeht, so ist sie doch ebenso ein Ergebnis jahrelanger (!) mühseliger Arbeit unserer BI und aller weiteren in der Grünen Lunge aktiven Organisationen.
Last but not least, durch die Zuerkennung des „Frankfurter Umweltpreises“ hat die Carl & Irene Scherrer Stiftung unsere Arbeit gewürdigt. Die Preisverleihung wird im Februar stattfinden.
Wie ihr aus der Presse entnommen habt, versucht die SPD mit aller Macht noch vor der Kommunalwahl durch eine Offenlegung des Bebauungsplanes Pflöcke für eine Bebauung einzuschlagen. Das wäre durch einen mehrheitlichen Magistratsbeschluss möglich, da heißt es wachsam zu sein und an den Tagen der entsprechenden Ausschuss-und Stadtverordnetenversammlungssitzungen präsent zu sein.
Aus diesem Grunde hat der Vorstand beschlossen, im neuen Jahr virtuelle allgemeine Treffen jeweils am ersten Dienstag im Monat abzuhalten, das erste Treffen am 2. Februar 2021 um 19.00 Uhr. Die Zugangsdaten werden per E-Mail und auf der Homepage bekanntgegeben.
Es bleibt mir nun, im Namen des Vorstandes, meinen herzlichen Dank allen Mitgliedern, Aktiven und Freunden auszusprechen, die sich für unsere Ziele eingesetzt haben.
Beispielhaft, aber ohne Namen, möchte ich die zahlreiche, unüberhörbare und kreative Präsenz auf allen amtlichen Sitzungen nennen, den Einsatz bei den Führungen und Veranstaltungen sowie die intensive Arbeit zur Pflege von Kontakten zu den anderen Organisationen, der Politik und der Presse. Unsere schöne Homepage zeigt mit ihrem Bildreichtum eine weitere arbeitsintensive Seite unserer Tätigkeit. Nicht zuletzt sei denen gedankt, die uns mit z.T. großzügigen Spenden, mit Zuspruch und mit Teilnahme an unseren Veranstaltungen unterstützt haben.
Wir hoffen auf weiterhin auf Eure aktive Unterstützung und Hilfe. Damit ihr das planen könnt, hängt eine erste vorläufige Veranstaltungsliste für das Jahr 2021 an.
Bis dahin wünsche ich allen Mitgliedern und Unterstützern einen erholsamen Jahreswechsel und ein gutes Neues Jahr, verbunden mit der Hoffnung, dass wir die neuen Aufgaben im Neuen Jahr ebenso aktiv und erfolgreich bewältigen können wie bisher.

Folkhart Funk
(Vorstand BIEGL e.V.)

Vorläufige Veranstaltungsliste für 2021: Click

“Die Grünen würden sich selbst aufgeben wenn sie jetzt noch am Baugebiet Grüne Lunge festhalten” (Georg Leppert in der FR)

Der Wahl-Parteitag der Frankfurter Grünen stellt sich gegen die Bebauung der Grünen Lunge.
Mit 70 gegen 54 Stimmen bei 4 Enthaltungen hat am Samstag dem 7.11.2020 die Grüne Basis dem Antrag der ehemaligen Vorstandssprecherin Marina Ploghaus zugestimmt , die Grüne Lunge nicht zu bebauen: Im Wahlprogramm der Frankfurter Grünen für die Kommunalwahlen im März wird also stehen , dass sich die Grünen dafür einsetzen, die Bebauung des Gebietes “auf die bereits versiegelten Flächen zu begrenzen”. Der Vorstand hatte sich nur für ein Moratorium und das Einholen weiterer Gutachten eingesetzt, wurde aber überstimmt.

Kleiner Pressespiegel zur Entscheidung vom 7.11

FR Bericht über Parteitag
Die FR  hat nach der Entscheidung mit dem Grünen Kreisvorsitzenden Bastian Bergerhoff gesprochen:
Bergerhoff ” persönlich sehe vor allem den Stadtwald und nicht das östliche Nordend als „Grüne Lunge Frankfurts“, aber nach der „langen und intensiven Debatte“ am Samstag gelte es nun, die Entscheidung der Mitglieder zu akzeptieren. “
” Dass die Grünen nach dieser Entscheidung keinen Koalitionsvertrag eingehen dürfen, in dem die Bebauung der Günthersburghöfe vorgesehen ist, stimme so nicht, sagte Bergerhoff. Koalitionspartner müssten immer Abstriche vom eigenen Wahlprogramm machen, insofern wäre das auch beim Thema „Grüne Lunge“ denkbar. Klar sei aber: „Niemand will in Frankfurt eine Situation wie im Dannenröder Forst, wo die Polizei Menschen aus Bäumen holt.“
FR Bericht: Click

Kommentar von Georg Leppert (FR)
“Die Grünen würden sich selbst aufgeben wenn sie jetzt noch am Baugebiet Grüne Lunge festhalten”
“Absegnen muss (einem eventuellen)  Koalitionsvertrag (mit der CDU) aber die Basis der Grünen. Und die hat auf Kompromisse beim Klimaschutz offenbar keine Lust mehr.”
FR Kommentar: Click


Mechthild Harting schreibt in der FAZ:
“Kreisversammlung demontiert Parteispitze und Römerfraktion …
Die Versuche der Parteispitze, namentlich die der Sprecher Bastian Bergerhoff und Beatrix Baumann, die bisherige Position der Grünen zu verteidigen und darauf hinzuweisen, dass die „Günthersburghöfe“ zu einem Vorzeigeprojekt für neues, innovatives und ökologisches Bauen werden sollten, halfen nicht. „Wir wollten doch zeigen, dass Bauen und Klimaschutz zusammengehen“, sagte Baumann. Frankfurt benötige dringend Wohnungen. „Wir wollen doch mehr Flüchtlinge aufnehmen, sie schneller aus den Gemeinschaftsunterkünften herausholen und die lange Warteliste derer, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, abbauen.“
Der Sprecher Bastian Bergerhoff : “die Bezeichnung ‘Grüne Lunge’ sei ein hervorragender Marketingbegriff”

Kommentar von Mechthilld Harting (FAZ)
“Bauen und Klima gehen offenbar bei den Grünen in Frankfurt eben nicht zusammen. Anders ist die Entscheidung der Parteibasis vom Samstag nicht zu bewerten. Zumindest geht es dann nicht, wenn die Gärten, und seien noch so verwildert, vor den Toren des Nordends liegen und jeder Grüne in diesem Stadtteil mit Sicherheit einen kennt, der dort ein Stückchen Land besitzt oder zumindest einen Anteil daran hat.”

Für die FAZ absolut ungewohnt schreibt in einem anderen Kommentar ( Zukunft des Bauens in Frankfurt) Rainer Schulze:
“Abgesehen davon, dass es nicht nur unter ökologischen, sondern auch sozialen Aspekten gute Gründe dagegen gibt, den Mietern ihre Kleingärten zu nehmen.”